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Ein Rückblick

 

 auf 20 Jahre

 

 DAV-Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald e.V.

von Manfred  Dillschneider

 


Am 10. April 1999 wurde die Sektion Hochwald des DAV von 71 Mitgliedern im Pfarrsaal in Wadrill gegründet. Nach dem Beschluss der DAV-Hauptversammlung in Magdeburg wurde unsere Sektion im Juni 1999 als 363. Sektion in den Deutschen Alpenverein aufgenommen. Die seit 1993 bestehende Bergwandergruppe Hochwald, die sich der Nachbarsektion Bergfreunde Saar des Deutschen Alpenvereins angeschlossen hatte, wurde dem neuen Verein einverleibt.

Der Drang nach Eigenständigkeit war immer größer geworden, sodass die Mitglieder der Gründungsversammlung sich einstimmig für die Gründung einer neuen Sektion entschieden haben. Dass diese Entscheidung richtig war, bestätigte sich schon nach wenigen Wochen. 180 Mitglieder waren bereits nach kurzer Zeit der neuen Sektion beigetreten. Wir haben den DAV in unserer Region bekannt gemacht und großes Interesse geweckt.

Eine ganze Reihe herausragender Maßnahmen und Aktivitäten kann die Sektion 20 Jahre nach der Gründung vorweisen. Um hier nur einige zu nennen:

Eine der ersten Maßnahmen war der Beitrag zum Erhalt des Hüttenwesens in den Alpen. Da wir als junge Sektion keine eigene Hütte in den Alpen besaßen, wurde schon kurz nach der Gründung, am 1. August 1999, eine Hütten- Patenschaft mit der DAV-Sektion Sonneberg/ Thüringen und dem Purtschellerhaus (1.700 m) am Hohen Göll in den Berchtesgadener Alpen geschlossen. Mit dieser Verpflichtung, die finanzielle Unterstützung und Arbeitseinsätze umfasst, tragen wir auch zum Erhalt der 250 Alpenvereinshäuser bei.

Bereits 2001 startete die junge Sektion ihr erstes Großprojekt mit einem Kostenvolumen von 45.000,- DM. In der Halle des Therapiezentrums Martinsmühle in Wadrill wurde eine sektionseigene Indoor-Kletteranlage errichtet. Diese Anlage sollte und soll der Förderung der Jugendarbeit und des Klettersports dienen.

In den Jahren 2001 bis 2004 wurde mit hohem finanziellem Aufwand die Ausbildung von Führungspersonal für die Sektion durchgeführt, damit der Verein auch in der Lage war, die anstehenden Aufgaben zu meistern. Fachübungsleiter für die Bereiche Bergsteigen, Klettern, Skifahren und Schneeschuhbergsteigen, aber auch Führungspersonal für das Bergwandern, die Jugend- und Familienarbeit wurden ausgebildet.

2007 gab die Mitgliederversammlung ihre Zustimmung für ein weiteres Großprojekt, nämlich für den Kauf eines eigenen Sektionshauses in Wadrill. Die damit verbundenen Renovierungs und Umbauarbeiten dauerten ein Jahr und im August 2008 konnte das Haus seiner Bestimmung übergeben werden. Eine neue Generation wächst heran.

Seit 2016 hat die Sektion fünf neue Trainer C-Bergsteigen in Ausbildung, damit das Tourenwesen für hochalpine Unternehmungen auch für die Zukunft gesichert ist.

Seit dem Jahr 2015 beschäftigt sich die Sektion mit dem Neubau eines eigenen Kletter Kletterzentrums. Nach unendlich vielen Fahrten, Gesprächen und Sitzungen zur Umsetzung dieses Projekts ist es nun endlich nach drei Jahren Planungsarbeit soweit. Das neue DAV-Kletterzentrum Hochwald entsteht in Wadern in der Franz-Haas-Str. 8 (neben der Stadthalle) und soll am 1. September 2019 eingeweiht werden.

Zu einer guten Ausbildung gehört aber auch die entsprechend gute und sichere Ausrüstung. So wurde ein umfangreiches Depot angelegt, in dem unsere Vereinsmitglieder Ausrüstungsgegenstände ausleihen können.


 
   

 

 

„Mit mehr als 1.000 Teilnehmern auf
den Bergen der Welt und den unterschiedlichsten
Touren unterwegs.“

 

 

TOUREN  IN  DIE  WEITE  WELT.

 

 

Auch im Bereich Touren- und Ausbildungswesen war der Verein sehr rege. Ich möchte hier nur einige Großunternehmungen der vergangenen 20 Jahre nennen: 2002, 2005, 2007, 2010, 2011, 2013 und 2017 waren Gruppen der Sektion in Nepal im Himalaja unterwegs. Es konnten dabei einige 5.000er und 6.000er Gipfel bestiegen werden. 2004 ging es in den Kaukasus (Russland) zum Dach Europas – der Elbrus Gipfel mit 5.642 m wurde erfolgreich bestiegen. Im Jahr 2009 waren zwei Gruppen zum Trekking und Bergsteigen in Südamerika in Ecuador und Patagonien unterwegs. Aber auch in den Norden Europas zog es einige Sektionsgruppen: In Island, Norwegen, Schweden un Finnland fanden Trekkings der Sektion statt. Aber ganz besonders standen unsere Alpen im zentralen Mittelpunkt des Geschehens und das wird auch in Zukunft so bleiben. Mit ca. 15 Gruppen pro Jahr und mehr als 1000 Teilnehmern insgesamt war die Hochwaldsektion in den vergangenen 20 Jahren in den Alpen und den Bergen der Welt auf den unterschiedlichsten Touren unterwegs. Dabei konnten so manche 4.000er Gipfel in den Westalpen und viele 3.000er Berge in den Ostalpen und Dolomiten bestiegen werden. Bei vielen einwöchigen Bergfahrten wurde von Hütte zu Hütte gewandert. Die Kletterer haben an mauerglatten Wänden der Heimatfelsen oder in Frankreich und Italien ihr Können erprobt. Auf den Inseln Mallorca, Teneriffa, Korsika, Madeira, Palma, Kreta, Elba und Irland fanden Touren statt. Zwei bis drei Familienfahrten pro Jahr in die Mittelgebirge und Alpen wurden durchgeführt. Seit 20 Jahren führen wir eine 4-Tages-Radtour mit den unterschiedlichsten Zielen durch. Wir haben aber auch jährlich bis zu 15 heimatnahe Wanderungen und etwa zehn Familienwanderungen angeboten.

 

 

 

   

 

„Kompetenter Ansprechpartner in den
Bereichen Wandern, Bergwandern,
Klettern und Bergsteigen."

 

 

AUSBILDUNG = SICHERHEIT

 

Mit unserem Ausbildungswesen ist die Sektion ein kompetenter Ansprechpartner in den Bereichen  Wandern, Bergwandern, Klettern und Bergsteigen geworden. Die Teilnehmerzahlen der vergangenen 20 Jahre sprechen dafür! Ob bei einem Kletterkurs in den Mittelgebirgsfelsen oder bei einer Gletscherausbildung in den Alpen – viele Vereinsmitglieder nahmen das Ausbildungsangebot der Sektion an.

Unser größter Erfolg aber ist, dass alle Touren und Ausbildungskurse ohne große Unfälle verlaufen sind. Hierzu trägt sicherlich die anspruchsvolle, hervorragende Ausbildung des Bundeslehrteams des Deutschen Alpenvereins mit bei, das bundesweit das Führungspersonal für die Sektionen ausbildet und schult

 

 

 

UNSER MARKENZEICHEN:
FAMILIENFREUNDLICHKEIT

 

Nur ein kleiner Teil unserer Mitglieder gehört zu den Extrembergsteigern. Abgesehen vom Hallen- und Mittelgebirgsklettern liebt ein Großteil das Freizeitabenteuer in gemäßigter Form. Die meisten kommen aus dem Wanderbereich und legen mehr Wert auf das Gruppen- und Naturerlebnis und weniger auf die große sportliche Herausforderung an hohen Bergen oder bis zur Höchstleistung an extremen Wänden. Seit einigen Jahren schon betreibt die Hochwaldsektion eine intensive Kinder-, Jugend und Familienarbeit – auch hier zeigen die Mitgliederzahlen eine positive Entwicklung. Aber dafür tut der Verein auch einiges. Neben einem umfangreichen Veranstaltungsangebot fördert die Sektion auch finanziell die Familienarbeit. Kinder und Jugendliche sind bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres im Familienbeitrag beitragsfrei. Bei Kursen und Trainingsstunden erhalten Vereinskinder einen ermäßigten Preis. Außerdem werden alle Kinder oder Jugendlichen ohne eigenes Einkommen bei Vereinsfahrten unterstützt.

 

 

 „Sicherheit ist das höchste
Gebot bei unseren Sportarten.“

 

 

 UNGEBROCHENES  INTERESSE
AN  DEN  NATURSPORTARTEN

 

 

Die Teilnehmerzahlen an den Vereinsaktionen der vergangenen 20 Jahre bestätigen ein anhaltendes Interesse für alle Natursportarten. Im Durchschnitt nahmen jährlich 500 Personen das Touren- und Ausbildungsangebot der Sektion an. Das ist nicht nur sehr erfolgreich für den Verein, sondern wir leisten sicherlich auch hiermit einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag, indem sich Menschen fit halten, sich bewegen und den Weg wieder „zurück zur Natur“ finden.

 

 

 

 

 

 

AKTIV  IN  DIE ZUKUNFT

 

 

Ob Groß oder Klein – das umfangreiche Jahresprogramm der DAV-Sektion lässt fast keine Wünsche offen. Ob Trekking zu den Bergen der Welt, eine Tour zu hohen Gletschergipfeln oder der Aufstieg an glatten Wänden, Bergwanderungen von Hütte zu Hütte, Klettertouren in den Alpen oder im Mittelgebirge, Kinderabenteuer und Familienfahrten oder Trainings an der Indoor-Kletterwand, oder einfach nur eine sonntägliche Tageswanderung in der heimatlichen Umgebung. Sicherheit ist das höchste Gebot bei unseren Sportarten. Auch in Zukunft wollen wir mit einem umfangreiches Kurs- und Ausbildungsprogramm für ein hohes Niveau an Sicherheit sorgen - bei Kletterkursen für Kinder und Anfängern bis hin zu Fortgeschrittenenkursen oder bei einem Eisund Gletscherkurs in den Alpen. Der Verein verfügt über gut ausgebildete und lizenzierte Fachübungsleiter in den Bereichen Bergsteigen und Klettern. Aber auch für das Bergwandern, für die Jugend- und Familienarbeit steht qualifiziertes Personal zur Verfügung! Auch 20 Jahre nach seiner Gründung ist unser Verein weiterhin auf einem guten Weg. Die Mitgliederzahlen sprechen dafür. Zurzeit hat die Sektion 1500 Mitglieder und die Tendenz ist immer noch steigend. Im Unterschied zu manch anderen Vereinen haben wir keine Nachwuchssorgen. Ein Drittel der Mitglieder ist unter 18 Jahren alt. Das Engagement in allen Bereichen ist herausragend. Auch dafür möchte ich mich nach zwei Jahrzehnten an der Spitze ausdrücklich bedanken. Ich glaube, dass wir mit dem Bau des eigenen Kletterzentrums die richtigen Weichen für die nahe Zukunft gestellt haben und zuversichtlich das nächste Jahrzehnt angehen können.

     

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