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HÜTTENWANDERUNG DURCH DAS KAISERGEBIRGE

 

Text: Christoph Dewald

 

14. BIS 18. SEPTEMBER 2016

 

Tag1: Anreise und Aufstieg zur Gaudeamushütte; Distanz: 9,45 km; Aufstieg: 870 m;  Abstieg: 350 m

Nach einer zähen Anreise mit Staus erreichten wir mit 1,5 Stunden Verspätung unseren Treffpunkt „Parkplatz am Badesee“ von Going (Bergdoktordorf). Nach kurzer Begrüßung und Bekanntmachung startet unsere Wandertruppe (Birgit und Joachim, Biggi und Dewi, Thomas, Franzi, Vanessa und WL Helmut) um 13:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und 25° auf unsere Umrundung des Wilden Kaisers. Da wir gut voran kamen, entschieden wir uns für einen Umweg über den Schleierwasserfall. Nach einer kurzen Pause am Wasserfall mussten wir leider wieder absteigen, da der Höhenweg wegen Abrutschungen gesperrt war. Nachdem wir die Aussicht vom Baumgartenköpfle (1524 m) genossen hatten, erreichten wir – durch die hohen Temperaturen etwas abgekämpft – um 17:15 Uhr die Gaudeamushütte. Hier wurden wir mit den Worten „Erst Essen, dann Duschen“ empfangen. Um 18 Uhr gab es unser Abendessen, besonders hervorzuheben ist hier der Kaiserschmarrn. Dank der warmen Temperaturen konnten wir die durch den hellen Mond angestrahlten Felswände noch lange auf der Terrasse genießen.

 

 

Tag 2: Gaudeamushütte – Hintersteiner See; Distanz: 15,2 km; Aufstieg: 580 m;  Abstieg: 920 m

Da es auch heute wieder sehr warm werden sollte, marschierten wir zügig nach dem Frühstück los. Wir entschieden uns für den etwas tiefer gelegenen Weg, da dieser uns zum Teil durch schattige Wälder führte. Gleich zu Beginn durchquerten wir die Geröllfelder am Fuß der imposanten Felswände vom Scheffauer und Ellmauer Halt. Mit der Sonne im Rücken hatten wir hier traumhafte Aussichten auf das weite Ellmauer Tal und passierten den Elmauer Steinkreis. Im weiteren Wegverlauf wechselten sich schattige Wälder und Bergwiesen ab, die den Blick auf das Tal und das Felsmassiv des Wilden Kaisers freigaben. Bei einer herrlichen Fernsicht sah man die verschneiten Gletscher der Alpen. Auf der Steiner Hochalm legten wir eine Rast ein und erfrischten uns bei einem kühlen Bier bzw. der selbst hergestellten Buttermilch. Hier wurde unsere Pause mit Harfenspiel und Gesang vom Gastwirt und der Wirtin begleitet. Nach einem raschen Abstieg zum Hintersteiner See erreichten wir nach einigen kleineren Anstiegen unsere Bio­Pension Maier. Leider wurde uns eine Erfrischung im See durch den befürchteten Wetterwechsel vermiest. Nach dem Abendessen besserte sich überraschenderweise das Wetter wieder. Bei warmen Temperaturen konnten wir noch einige Zeit auf der Terrasse verweilen.

 

Tag 3: Hintersteiner See – Hans-Berger- Haus; Distanz: 12,9 km; Aufstieg: 760 m;  Abstieg:

750 m Der befürchtete Regen blieb dank des einsetzenden Föns aus. So marschierten wir zügig nach dem Frühstück los und passierten die schön gelegene Walleralm (1170 m) inkl. der „Gipfelbesteigung“ des Kreuzbichels (1200 m). Nachdem wir den Hocheck Gipfel (1470 m) bestiegen hatten, erreichten wir die Kaindelhütte und stärk­ ten uns hier mit einer leckerer Suppe und Kuchen. Im weiteren Wegverlauf stiegen wir über den steilen Bettlersteig über viele Stufen steil ins Tal ab und erreichten das Hans­Berger­Haus. Hier wurden wir sehr freundlich von der Wirtin Silvia, der „Wil­ den Kaiserin“, begrüßt. Wir erlebten wieder einen kurzweiligen Abend mit einem her­ vorragenden Essen von Silvia.

 

Tag 4: Hans-Berger-Haus – Griesenauer Hof; Distanz: 10,6 km; Aufstieg: 610 m; Abstieg: 830 m

In der Nacht setzte der schon für den Vortag angekündigte heftige Regen ein und ließ auch den ganzen Tag über nicht mehr nach. Trotz des Angebots von Silvia, in ihrer Hütte zu bleiben, stiegen wir in die Regenkleider und wanderten in strömendem Regen zur Stripsenjochhütte (1557 m). Hier legten wir eine Pause ein und versuchten, unsere Kleider etwas anzutrocknen. Nachdem wir uns wieder auf­ gewärmt hatten, mussten wir wieder raus in den strömenden Regen und stiegen zügig ohne weitere Wegevarianten (geplant war eigentlich noch eine Stripsenkopfbesteigung) ab und erreichten durchnässt unsere Pension in Griesenau. Nachdem wir uns trockengelegt und unter der warmen Dusche aufgewärmt hatten, versammelten wir uns in der Gaststube des Griesenauer Hofes und erlebten einen unterhaltsamen und lustigen Abend mit dem Wirt, seinem Sohn und weiteren Familienmitgliedern, die jederzeit ihren Platz ineiner Comedyshow finden würden. Dieser Abend wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Tag 5: Griesenauer Hof – Going; 17 km Busfahrt Wir entschieden nun unsere Wanderung hier abzubrechen, da der gestrige Dauerregen doch den ein oder anderen Rucksack geflutet hatte und der Wetterbericht einen weiteren Regentag vorhersagte. Hinzu kam, dass ein Teil der Gruppe noch am selben Tag heim ins Saarland fahren musste. Nach dem Frühstück fuhren wir daher gemütlich mit dem Bus nach Going zu unseren Autos zurück, wo wir uns von­ einander verabschiedeten.

Danke Helmut für diese gut organisierte Tour im Kaisergebirge.