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Patenschaft mit der Sektion Sonneberg/Thüringen und dem Purtschellerhaus


Text: Manfred Dillschneider

Eine Patenschaft einzugehen, nur weil es Mode ist, wäre ein leichtfertiges Unterfangen.
Hilfsbereitschaft, Verantwortung und eine gute freundschaftliche Beziehung dagegen ist eine moralische Sache.


PurtschellerhausPurtschellerhausNach der Gründung der neuen Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald e.V. im Jahre 1999 wurde mit der Sektion Sonneberg/Thüringen und dem Purtschellerhaus (Berchtesgadener Alpen) eine Patenschaft beschlossen. Diese wurde am 1. August 1999 auf dem Purtschellenhaus beraten sowie beschlossen und am 27. Oktober 99, durch den Verwaltungsausschuss des DAV genehmigt. Neben der Pflege einer guten Beziehung und Verständigung, ist die Verantwortung zur Erhaltung des Hüttenwesens in den Alpen eine wesentliche Aufgabe für eine gute und solide Patenschaft.



 

 

 ENDE  EINER  ERFOLGREICHEN  ÄRA

 

Pächterwechsel auf dem Purtschellerhaus

 

Text: Günter Geyer

 

Viele Sonneberger haben schon das Purtschellerhaus, die Alpenvereinshütte, die die Sektion Sonneberg ihr Eigen nennt, besucht und die herrliche Aussicht in das Berchtesgadener und Salzburger Land aus etwa 1700 m Höhe bewundert. Dabei war und ist es nicht selbstverständlich, dass es diesen schönen Ort am Fuße des Hohen Göll, des zweithöchsten Berges im Berchtesgadener Land, gibt. Großen Anteil haben die fleißigen und unermüdlichen Mitglieder der Sektion Sonneberg, die mit laufenden Instandsetzungsarbeiten am Haus und an den Zustiegswegen die Funktionalität des Hauses sichern. Die zweite Komponente für den erfolgreichen und nachhaltigen Betrieb müssen die Pächter im jährlich wiederkehrenden Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte Oktober einbringen. Das Ehepaar Regina und Sepp König hat diese Aufgabe in den vergangenen 11 Jahren mit Bravour gelöst. Das verdient Hochachtung, besonders deshalb, weil neben der Gastronomie und Beherbergung natürlich noch alle technischen Systeme der autarken Versorgung betreut, bedient und auch zum Teil gewartet werden müssen. Jedes Nahrungsmittel, Werkzeuge, Material und Kleinteile aller Art müssen im „Tal“ beschafft und dann zur Materialseilbahn gefahren werden, um sie dann die letzten 300 Höhenmeter zum Haus zu bringen. Das verlangt eine gründliche Planung des Bedarfs und der Logistik. Schließlich kommen nur dann ausreichend Tages- und Übernachtungsgäste, wenn der Wohlfühlfaktor stimmt, sprich Sauberkeit im Haus, Freundlichkeit der Wirtsleute, gepaart mit einem schmackhaften Speisen- und Getränkeangebot bei gutem Preis-Leistungsverhältnis. Das kommt in den zur Verfügung stehenden 5 Monaten einem gewaltigen Balanceakt gleich, werden doch die Einnahmen für das Hüttenwirtsehepaar wie auch für die Gebäude- und Wegekosten in dieser kurzen Zeit erwirtschaftet. Regina und Sepp König haben umfangreiche Marketinginitiativen durchgeführt, um ein gutes Betriebsergebnis zu erreichen. Da sind besonders ihre Einsätze in der Kantine der Deutschen Bahn, die Herstellung eigener Nudeln und Kaspressknödel, Rouladen und anderer Spezialitäten zu nennen. Dazu kamen noch Bergmessen, Musikantentage, Ausrichtung von Familienfeiern. Alles möglichst unter Verwendung regionaler Produkte mit möglichst umweltfreundlichen Materialien. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Gemeinsam mit den baulichen Anstrengungen der Sektion Sonneberg konnte das Purtschellerhaus 2015 zur Hauptversammlung des Bundesverbandes des Deutschen Alpenvereins das Umweltgütesiegel erringen. Außerdem gelang es, erfolgreich an der Aktion „So schmecken die Berge“ teilzunehmen. So haben sich beide nach ihrer 11jährigen Tätigkeit sehr wohl den Eintritt in den Ruhestand verdient, auch wenn es ihnen nicht leicht fiel. Am 30. September 2017 wurden sie durch eine Delegation des Vorstandes der Sektion Sonneberg offiziell im Purtschellerhaus verabschiedet. Die Sektion bedankte sich für die gute Arbeit und zeichnete sie mit der Ehrenplakette der Sektion aus. Als Ehrenmitglieder werden sie auch weiterhin einen gebührenden Platz in der Sektion einnehmen. Dank auch der Stadt Sonneberg, die uns mit zwei echten Sonneberger Teddybären als Geschenk für das Hüttenehepaar unterstützte. Ab Mai 2018 werden die neuen Hüttenpächter Gabriele und Siegfried Hinterbrandner die Bewirtschaftung des Purtschellerhauses übernehmen. Dazu erfolgte Mitte Oktober die Schlüsselübergabe durch den Hüttenreferenten der Sektion, André Resch.

 

 

 „Vielen Dank für die gute Bewirtung und die schöne Zeit!

Im Namen unserer Sektion möchte ich auch an dieser Stelle für die freundliche Bewirtung, die gute Verpflegung und für die stets entgegengebrachte Herzlichkeit danken. Besonders werden wir die vorzüglichen „Hausgemachten Spezialitäten“ vermissen. Zum wohlverdienten Ruhestand wünschen wir euch alles Gute, besonders Gesundheit. Den „neuen“ Hüttenwirtsleuten wünschen wir schon jetzt einen guten Start und für die Zukunft eine glückliche Hand.“

Manfred Dillschneider,

1. Vorsitzender Sektion Hochwald

 Regina und Sepp KönigRegina und Sepp König

 

 

„Liebe Bergfreunde, liebe Gäste,

wir gehen in Rente es sind unsere letzten Wochen auf dem Purtschellerhaus. Es war eine sehr schöne Zeit hier heroben, und es fällt uns der Abschied nicht leicht. Wir bedanken uns bei allen unseren Gästen aus nah und fern für ihre Treue. Bei der Sektion Sonneberg für die gute Zusammenarbeit.“

Regina und Sepp König